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Für die Presse

Bei jedem meiner Bücher frage ich mich in der Phase seiner Entstehung: Was will dieses Buch? Und wie will es das? Worin besteht seine Radikalität?
Jedes meiner Bücher hat seinen eigenen konsequenten Enterpunkt, mit dem es mich für sich einnimmt. Sobald dieser Punkt gefunden ist, folgt die Suche nach der richtigen Musik, die mich bei der Schreib-Arbeit begleiten wird. Denn beim Schreiben bin ich angewiesen auf viel Tee ... und Musik. Leise, auf "Wiederholung" eingestellt, schafft sie durch Klang die Atmosphäre, die ich für genau dieses Buch will. Auch so finde ich für jedes Buch seine eigene Sprache.

Songtitel
Die Lili-Kapitel hatten als Hintergrund Musik von Massiv Attack "The Circus".
Interesse
Wie organisieren Paare ihre Beziehung? Was passiert mit ihrer Sprache, wenn alles zerbricht? Die Überkreuz-Geschichten der Paare Lili und Fred, Hélène und Flurin sowie Cristina und Flurin und Nils und Cristina und letztlich auch die von Sonja und Noah reizten mich, weil ich mit ihnen verschiedene Möglichkeiten der Bewältigung des Scheiterns zeigen konnte - und die Frage aufwerfe: Ist das, was diese Figuren erleben, überhaupt Scheitern? Indem ich jeder Figur ihre eigene Sprache gab und diese sich im Lauf der Geschichte sich verändern liess, konnte ich schriftstellerisch verschiedene Sprechstile ausloten, die alle ihre je eigene Wirkung entfalten.

Stimmen
"Gärten und deren Nutzung spielen eine wichtige Rolle in Minellis neuestem Roman. Man spürt, dass sie sich Denkschablonen oder Dogmen verweigert. Ebenso fremd ist ihr eine starre Verkopftheit." (NZZ)
"Die Autorin definiert ihre Figuren nicht durch Eigenschaften, sondern sammelt Bilder und Szenen zu ihnen – da redet die ehemalige Filmerin mit." (Thurgauer Zeitung)
"Als raffiniertes Spiel inszeniert. Klug und eindringlich erzählt ... von den Zumutungen der Liebe und der Sehnsucht nach Glück." (Buchjournal)

Songtitel
Bei der Überarbeitung der Rohfassung dieses Buches hörte ich The Antlers "Kettering" und "Epilogue".
Interesse
Familien, wie die Familie Brass in meinem ersten Jugendroman, gibt es. Sie leben ein schein-heiliges Leben nach aussen und machen sich im Inneren kaputt. In meinem Umfeld gab es einen Jungen, der Wolfgang ähnlich ist. Ich habe mich immer gefragt: Was kann ich für ihn tun? Viel war es nicht. Und schlimm ist es herausgekommen. Und noch immer hoffe ich für ihn, dass er sich auffangen mag. Nach allem, was er erlebt hat in seiner so genannt Gott gläubigen, brutalen Familie, wird das nicht leicht. Dieses Buch habe ich ihm und seinen Brüdern gewidmet.
Stimmen
"BUCH DES MONATS OKTOBER ", Auszeichnung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur"
"Nicht nur die Themen, mit denen Minelli konfrontiert, sondern auch die Perspektiven des Erzählens, die Art (Kunst), wie sie sich mitten ins Geschehen setzt, sind explosiv.Die Geschichte geht unter die Haut und wird es überall dort tun, wo man ihr in ihrer Dringlichkeit Zutritt gewährt. Ein Buch, das abverlangt und stehen lässt." (Literaturblatt)
"Ich hab das Buch mit grosser Begeisterung gelesen. Im Zug angefangen und dann zuhause ausgelesen, bis es zu Ende war. Konnte nicht mehr aufhören. Das ist eine geniale Lektüre." (Nadja S., Lehrerin)
"Wunderbar gezeichnete Figuren. Absolut empfehlenswert." (kidsbestbooks)
"Sehr spannend, total gut in die Charaktere geschaut und auch die Mechanismen dieser speziellem Macht sind sehr nachvollziehbar." (Charlotte K. Buchhändlerin)
Songtitel
Hier habe ich verschiedene Songs der Gruppe Gipsy Kings gehört. Jeweils mit viel Akkustik und Gitarre, wie z.B. beim Stück Bamboleo.
Interesse
Als ich ein Kind war, kamen sie regelmässig an unsere Haustür, und meine Mutter gab ihnen unsere Messer und Scheren zum Schleifen mit. Oft hat sie gesagt, eigentlich sei sie ja auch eine "Zigeunerin". Unbewusst ist das wohl in meinem Kopf geblieben, bis es plötzlich als Wunsch wieder auftauchte: Ich will ein Buch über Begegnungen mit Fahrenden machen. Zusammen mit der Fotografin Anne Bürgisser habe ich mich auf die Spuren der Jenischen in der Schweiz gemacht und einfach einmal hallo gesagt. Und gehorcht, in welcher Sprache deren Hallo zurückkomt.
Stimmen
"Im (...) Buch prallen Welten aufeinander." (Sharon Saameli, Zürcher Unterländer)
"Danke, dass du unser Leben zeigst!" (S.F., Fahrende)
"Ein umfassendes Buch über Jenische, das hat man sich scon lange gewünscht." (Brigitta Klaas Meilier, Kubukus)
"Ich kann das Buch sehr gut in der Schule einsetzen, der Wechsel von Reportage und Interview macht es ergiebig und gibt Raum zur Diskussion." (Albert P., Lehrer)
Songtitel
Valerie June: "Twined and twisted"
Interesse
Frieda Keller. Eine junge Thurgauerin, die 1904 ihren Sohn umbringt. Wie ist das möglich? Ich habe mich während meiner Recherchen Frieda Keller so nah gefühlt, dass ich ihre Not, ihre Verzweiflung und ihre vollständige Auswegslosigkeit nachempfand. Nicht weniger stark empfand ich die damalige Gesellschaftsordnung mit ihrem über allem stehenden männlichen Prinzip - ein Joch, unter dem nicht selten auch Männer leiden. Anhand der Geschichte der Frieda Keller tritt die schiere Unmöglichkeit einer Gesellschaft, die auf Unrecht basiert, zutage.
Mit einer speziell für dieses Buch geschaffenen Sprache lasse ich Friedas Leben verkargen.
Stimmen
"Die Verlorene packt und erschreckt" (Luzia Stettler, SRF)
"Spannend und aufwühlend geschrieben" (Züri West)
"Professionell recherchiert und genial erzählt" (Regula Zellweger, Affolter Anzeiger)
"In «Die Verlorene» erzählt Michèle Minelli die gut dokumentierte Geschichte einer jungen Thurgauerin, die 1904 zum Tod verurteilt wurde. Der Zürcher Schriftstellerin ist ein faszinierender historischer Roman gelungen, der auch den gesellschaftlichen Hintergrund schildert." (Markus Ganz, Books)
"Fesselnd" (Dr. iur. Peter Kreis, Schweizerische Juristen-Zeitung)
"Erschreckend" (Schweizer Illustrierte)
"Das Ausgeliefertsein, die Hilflosigkeit dieser Einzelnen einer unbarmherzigen Bürokratie gegenüber wird von der Autorin auf bewegende und doch gänzlich unsintimentale Weise dargestellt. Packend." (Monika Melchert, Sächsische Zeitung)
"Ganz happig! Der Leser ist gefordert. Die Sprache und die Bilder sind exzellent, wie immer vorbildlich." (Dr. Peter M., Leser)
"Lese mit Erschütterung." (Patricia V., Leserin)
"Eindrücklich." (Marcel S., Leser)
Songtitel
Herrje! Hier hatte ich mit Arvo Pärth begonnen ("Spiegel im Spiegel" und "Für Alina"), dabei bin ich aber nicht vom Fleck gekommen und habe zu den vier Jahreszeiten von Vivaldi gewechselt.
Interesse
Wie rettet ein Verlorener Verlorene? Wie steht einer ein Leben rund um Tod und Zerstörung durch, der sich innerlich nicht ganz fühlt? Woran hält sich so einer und wie begegnet er anderen? Die Figur des Leo Scheu, für den mir im Kopf der Schauspieler Leonardo Nigro vorschwebte, zeigt es. Mit Sprache, Dichte und Stimmung, innere Motion schaffen, hat mich bei dieser Geschichte getrieben.
Stimmen
"Eine Vollbluterzählerin." (Monika Melchet, Lesart)
"Eine fantasievolle Geschichte. Die Autorin setzt nicht auf Schnelligkeit und Hektik. Sie zeichnet Charaktere. (D. Marquard, Tages-Anzeiger)
"Ich liebe die Ruhe, die Ihrem Kriminalroman Stimmung verleiht. Ich fühlte mich in jedem Moment dabei." (Madeleine S., Leserin)
"Leo Scheu beeindruckt mich durch sein Dranbleiben durch alles hindurch, was ihm zu schaffen macht." (Rudolf N., Leser)
Songtitel
Meist höre ich nur ein einziges Stück im Hintergrund, wenn ich schreibe. Dieses Buch aber, mit seinen über siebenhundert Seiten, verlangte nach einer Doppel-CD: Čechomor "Gorale Leta Rana 1991-2000"
Interesse
"Die Ruhelosen" ist vielleicht so etwas wie meine Verneigung vor meinen Vorfahren, die von so vielen Ländern in die Schweiz eingewandert sind. Drei meiner vier Grosseltern wurden eingebürgert. Und auch deren Eltern und Grosseltern sind auf der Suche nach Heimat schon ruhelos durch Länder und Staaten gestreift. Ich bin hier angekommen und fühle mich in der Schweiz zuhaus. Über Jahre habe ich Interviews gemacht und eben diese zum Teil verschwundenen Staaten besucht, aus denen meine Familie stammt, auf der Suche nach einem Fetzen Stoff, einem authentischen, den ich jedem der über 50 Protagonisten in dieser fiktiven Familiensaga ans Gewand nähen konnte.
Das Buch erstreckt sich über acht Teile, jeder Teil hat seine eigene Sprache, mit der die damalige Zeit auflebt. Das ist, was mich beim Schreiben so begeistert hat: Deutsch, in verschiedene Sprachen verpackt. Was opulent und üppig beginnt, wird allmählich schlank.
Stimmen
"... und nicht zuletzt der funkelnde Wortschatz machen aus diesem Buch ein beseeltes Leseerlebnis." (Anne Rüffer, Verlegerin)
"Ein Roman voller praller Geschichten." (Sächsische Zeitung)
"Minelli ist eine sichere Erzählerin" (Neue Zürcher Zeitung)
"Minelli berichtet mit viel Witz" (Kulturtipp)
"Wirklichkeit und Fiktion" (St.Galler Zeitung)
"Sprachlich gekonnt" (Virginia)
"Pure Lust am Lesen" (Wetterauer Zeitung)
"Epochenschilderung und Charakterstudie zugleich" (Aviva)
"Minelli weiss ihre Leser zu dirigieren udn ihre eigensinnige Sprache trägt unmittelbar zur bestrickenden Wirkung des Buches bei" (Caroline Courts, WDR)
"Wunderbar erzählte Genealogie" (Ulrike B., Leserin)
"Eine ganze Menge Leben" (Sonntagszeitung)
"Minelli gelingt mit DIE RUHELOSEN eine überzeugend unaufgeregte, facettenreiche Familiensaga durch 150 Jahre europäischer Geschichte" (hallo-buch)
"Mit viel Spannkraft und Fantasie" (Literaturhaus Zürich)
"Lebensprall" (Tages-Anzeiger)
"Eins der 52 besten Bücher des Jahres: opulente und packend." (Luzia Stettler, DRS)
"Tausend Dank für 756 Seiten Leseerlebnis! Ich hätte mir gewünscht, das Buch höre nie mehr auf." (Anni K., Leserin)
 
Songtitel
Unverzeihlich. Ich weiss nicht mehr, welche Musik ich beim Schreiben dieses Buches gehört habe. Sache gits.
Interesse
Ich wollte: Erfolgsgeschichten. Ich wollte: Die andere Seite zeigen. Die es auch gibt. Hier. Bei uns in der Schweiz. Vielleicht sogar gleich eine Türe weiter, bei Nachbarsfamilie nebenan.
Stimmen
"Es tut gut, gesehen zu werden. Als Sans-Papier eine Seltenheit." (C.T., Leserin)
"Das Buch hat mich gefesselt und ich möchte es wärmstens weiterempfehlen. In der aktuellen Diskussion um Flucht und Asyl könnte es einen wertvollen Dienst erweisen, aber das bedingt, dass es verbreitet und gelesen wird." (Ruth L., Textin)
"Engagiert" (Höfner)
"Minelli beabsichtigt, für einmal die positive und  gelungene Seite zu präsentieren und das ist ihr vollauf gelungen. Die Geschichten gehen unter die Haut. Es sind Menschen, die nicht ohne Grund den Weg zu uns gesucht und gefunden haben. Sie leben in unserer unmittelbaren Nähe und wir wissen so wenig von ihnen.) (Michael Wegener, ZHAW)
 
Songtitel
Joan Armatrading, einfach wunderbar: "Save me"
Interesse
Radikal. Ungeschminkt. Hart. So wollte dieses Buch, das auf der authentischen Geschichte dreier geschlagener Frauen basiert, geschrieben sein. Immer wieder erschreckt hat es mich bei Lesungen zu erfahren: Es ist alles noch viel schlimmer.
Stimmen
"Danke." (Renate D., Leserin)
"„Divide et impera, teile und herrsche“ – Adeline zeigt: So kinderleicht geht das mit dem Etablieren einer Diktatur! Sei es Mobbing auf der Arbeit, sei es eine diktatorische Regierung oder eine gewalttätige Beziehung, der Prozess vollzieht sich mitunter schleichend, die Betroffene glaubt dauerhaft an Besserung, und niemand hilft." (Fiona Lorenz, hpd - humanistischer pressedienst)
"Der Roman führt den geneigten Leser hinter geschlossene Türen und zeigt die Abgründe, die sich hinter ihnen verbergen. Ungeschminkt spricht es an, worüber man wider besseres Wissen schweigt.
‚Adeline, grün und blau’ ist eine der wenigen, wenn nicht sogar die einzige belletristische Veröffentlichung in der Schweiz, das sich die häusliche Gewalt zum Thema macht. Auch wenn es kein Buch ist, das man gerne liest, so ist es doch eines, das durch seine Ehrlichkeit und Offenheit besticht – ein Buch, das für die Schweiz längst überfällig war." (Iris Kupecky, Alpenlesen)
Songtitel
Erwischt. Hier gab's nicht das Lied oder die CD. Die Aphorismen sind über Jahre entstanden und gesammelt worden.
Interesse
Ich empfinde mein Leben als klare Linie, bewegt. Was mich treibt, immer weiter zu gehen, Neues zu probieren und Ja zu sagen, das habe ich mit diesem Buch in Worte gefasst. Mich kurz zu fassen, einen Gedanken in nur einen Satz zu bringen, war das sprachliche Glück, das mir der "Kompass für Kreative" schenkte.
Stimmen
"Cooool!" (Jack C., Leser)
"Dieses Buch stimmt mich nachdenklich und glücklich erfüllt zugleich" (Céline B., Leserin)
"Hat Spass gemacht, darin zu Däumeln, danke für den Tipp!" (Hans K., Leser)
Songtitel
Sorry, hier war eine private Sammel-CD musikalischer Wegbegleiter. Mongolische Musik gibt's online, mit und ohne Gesang, als Rap, Schlager, Pop oder Folklore. Reinhören.
Interesse
Dieses Buch war mein Befreiungsschlag. Nach zwei Auftragsbüchern wollte ich mich lösen von Konstrukten und vorgegebenen Konzepten und mir das Buch schreiben, das mir selber das liebste war. "Unter Mongolen" ist der Aufbruch in mein persönliches Schreiben, das radikal nur das zum Projekt macht, was mich selber interessiert.
Stimmen
"Minelli, die auch Filmschaffende ist, erhebt mit ihrem Bericht keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dem Genre Film nicht unähnlich, lebt dieser vielmehr vom Augenblick, von der Atmosphäre und den emotionalen Schwingungen, die ihn berührend und lebensnah machen." (NZZ)
"Faszinierend und geheimnisvoll." (20Minuten)
"Roadmovie zwischen Buchdeckeln" (Bote vom Untersee)
"Heimweh! Duft der Steppe zwischen Buchdeckeln! Bajarlalaa!" (Naraa S., Leserin)
 
Songtitel
Doppel-CD von The Nits: Urk (z.B. dieses Stück: In the Dutch Mountains)
Interesse
Als der Sohn einer Freundin mit 9 zum dritten Mal aus einer Schule verwiesen wurde, war mir klar: Darüber will ich schreiben. Mein Fokus lag auf den Kindern. Und gelernt habe ich, dass Lehrerinnen und Lehrer, Behördenmitglieder und andere Akteure oft genauso verzweifelt waren, wie sie. Nur sitzen sie am längeren Hebel. Dieses Buch war meine zweite Auftragsarbeit.
Stimmen
"Abschiednehmen. Das ist es, was nötig gewesen wäre, den Abschied gestalten. Das weiss ich nach der Lektüre Ihres Buches. Das hätte auch mir gut getan." (Sybille L., Lehrerin)
"Die Beispiele sind schockierend und machen unter anderem die Hilflosigkeit und Überforderung der Erziehenden und der Behörden deutlich." (Bildung Schweiz)
 
Songtitel
Welcher Song mich hier begleitet hat, weiss ich nicht mehr. Aber ich erinnere mich an den Arbeitstitel, den ich diesem Buch gegeben habe: Pferd ohne Flügel.
Interesse
Meine erste Auftragsarbeit. Zwei Monate Zeit. Arbeiten rund um die Uhr, nebst einem 70%-Marketingjob. Ich wusste: Schaffst du das, schreibst du.
Stimmen
"Keine leichte Kost" (Tages-Anzeiger)
"Ein bewegendes Buch" (Bildung Schweiz)
"Ein packendes Buch, das viele Facetten eines vielschichtigen Themas beleuchtet." (Schweizer Hebamme)